Unsichtbar und so wichtig
Am Anfang stehe immer ein gutes Einamten
Es liegt fast immer am Atem. Egal, ob ich mit Schauspieler:innen oder Sänger:innen spreche: Je länger jemand diesen Beruf ausübt, desto deutlicher wird, dass viele Probleme mit Aussprache und Stimme letztlich auf den Atem zurückzuführen sind. Deshalb ist es essenziell, den eigenen Atem bewusst wahrzunehmen. Jede Form von Meisterschaft baut darauf auf, den Atem zu kennen und gezielt führen zu können.
Wenn jemand nicht überzeugend wirkt – wenn ich einer Schauspielerin oder einem Schauspieler nicht glaube –, dann liegt das meist daran, dass der Text nicht wirklich verstanden oder im Moment des Sprechens nicht gedacht wird. In solchen Fällen trennt sich die Person von ihrem organischen Atem und hält unbewusst die Luft an.
Deshalb sollte man sich immer wieder die einfache Frage stellen: Habe ich wirklich gut geatmet?